Steuer Check-Up

Steuer Check-Up 2018 – Steuerrückblick

Im diesem Teil vom Steuer Check-Up 2018 gehen wir die großen steuerrechtlichen Änderung des letzten Jahres durch. Im bald folgenden zweiten Teil von unserem Steuer Check-Up 2018 lautet das Thema “Steuerausblick” und darin geben wir einen Ausblick auf das restliche Jahr 2018.

Das betrifft alle Steuerpflichtigen:

  1. Der Grundfreibetrag wurde auf 8.820 EUR (2017) angehoben und ab dem Jahr 2018 auf 9.000 EUR erhöht.
  2. Der Kinderfreibetrag wurde von 2.304 EUR (2016) auf 2.358 EUR (2017) bzw. 2.394 EUR (2018) erhöht.
  3. Der auf 1.250 EUR begrenzte Abzug für ein häusliches Arbeitszimmer wurde bisher nur objektbezogen
    gewährt. Der BFH geht nun von einer personenbezogenen Ermittlung aus.
  4. Außerdem gelten Scheidungskosten (Aufwendungen für Prozesskosten) laut BFH grundsätzlich nicht mehr als außergewöhnliche Belastung und sind nicht mehr in der Einkommensteuer abzugsfähig.

Änderungen für Unternehmen:

  1. Eingeführt wurde eine der Finanzverwaltung gesetzten Frist von sechs Monaten zur
    Bearbeitung von Anträgen auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft.
  2. Nach § 147 Abs. 3 Satz 4 AO endet für empfangene Lieferscheine, die keine Buchungsbelege
    sind die Aufbewahrungsfrist mit Erhalt der Rechnung.
  3. Außerdem endet für abgesandte Lieferscheine, welche keine Buchungsbelege sind die Frist nach § 147
    Abs. 3 Satz 5 AO mit dem Versand der Rechnung.
  4. Anforderungen an ein lohnsteuerliches Frühstück:
    • Unter den Vorausetzungen sind Unentgeltliche Maßnahmen/ verbilligte Mahlzeiten an AN
      mit dem Sachbezugswert nach der SvEV zu bewerten.
    • Jedoch sind laut FG Münster trockene Brötchen und Kaffee nicht ausreichend um sie als
      lohnzuversteuerndes Frühstück i.S. § 8 Abs. 2 Satz 6 EStG i.V.m § Abs. 1 SvEV einzuordnen.
    • Die lohnsteuerlichen Maßnahmen betragen ab Kalenderjahr 2017:
      1. für ein Mittag- oder Abendessen 3,17 EUR
      2. für ein Frühstück 1,70 EUR
  5. Es wirkt nun auch laut BFH die Berichtigung einer Rechnung auf den Zeitpunkt zurück, in dem die
    Rechnung erstmals ausgestellt wurde. Dafür ist Erforderlich, dass die ursprüngliche Rechnung für den BGH “korrekturfähig” ist.

Sie können mich stets in Bad Neuenahr-Ahrweiler kontaktieren.